Die 3. und 4. Klasse auf dem Weg ins Pfalzmuseum Forchheim

"Am Anfang war das Feuer" und "Leben in der mittelalterlichen Stadt" - Das waren die beiden Themen, die unsere Schule im Vorfeld gebucht hatte. Beide waren sehr kindgerecht und praxisorientiert gestaltet worden und werden aufgrund der vielfältigen Tätigkeiten lange im Gedächtnis bleiben. Wie schwer das Feuermachen damals in der Steinzeit war und wie man in "Kriegsbemalung" auf die Jagd ging, das erfuhren die Kinder hautnah.
Dass man u.a. im Mittelalter ganz andere Kleidung trug und mit den kleinen Ganoven damals nicht zimperlich umging, das war eines der vielen Themen beim historischen Rundgang durch die Gassen der Stadt Forchheim für die Viertklässler.

Vom Eimer hinter der Tür

Diese und ähnliche Geschichten erzählte „Justus“, der Stadtführer, den Kindern der 4. Klasse, als diese sich am 16. 6. zu einer Zeitreise ins Mittelalter nach Forchheim begeben hatten. Begrüßt wurden die Schüler mit einem Trunk aus Hörnern. Anschließend zog der Tross mit einem eisenbeschlagenen Karren durch die Straßen der Stadt. Der Karren enthielt etliche Gebrauchsgegenstände der damaligen Zeit, z. B. Schuhe, Kleidung und ein mittelalterliches Feuerzeug. Stationen der Führung waren die Kaiserpfalz, die Martinskirche, das schiefe Haus, das Katharinenspital, das Rathaus und die Stadtmauer. Hier erzählte Justus die Geschichte des Forchheimer Mauernscheißers, der einst die Schweden, welche Forchheim im 30-jährigen Krieg belagerten, mit seinem „Geschäft“ von der Stadtmauer herab überzeugte, dass Forchheim noch über genügend Nahrungsmittel verfügte. So rückte das feindliche Heer ab, ohne Forchheim eingenommen zu haben. Den Helden kann man im Rathaus verewigt sehen. Begeistert waren die Kinder, als sie entdeckten, dass er auch in einer süßen Variante in einer Bäckerei zu haben ist. Das war natürlich das gefundene Mitbringsel. Diese Zeitreise dürfte allen gefallen haben.

Ach ja, der wassergefüllte Eimer musste in jedem Haus hinter der Eingangstüre stehen, um im Falle eines Feuers schnell eine Eimerkette zur Brandbekämpfung bilden zu können. Dies wurde natürlich, wie in Forchheim auch heute noch üblich( schwarzer Sheriff/ Parküberwachung) streng vom Nachtwächter kontrolliert und bei Missachtung mit einem Bußgeld belegt.