Auf dem Kopf sitzt eine Fräsmaschine, auf den Schultern ein Steak, um den Hals liegt ein Pausenbrot, im Mund eine Schere, unter dem T-Shirt ist die Jacke, im Bauchnabel der Schuh und an den Füßen die Bierflasche. So einfach lässt sich laut "Merkmeister" Ralf Hofmann ein Einkaufszettel erstellen, den man so schnell nicht vergisst. Die Kinder der Obertrubacher Grundschule übten das Merken einer Einkaufsliste ("Das kann auch der Spickzettel für die Klassenarbeit sein", merkte Hofmann an) mit zehn unterschiedlichen Gegenständen, die sie in einzelne Briefkästen füllten. "Zehn Wünsche gleich zehn Briefkästen."

Zwischendurch erzählte Hofmann immer wieder eine skurrile und eigentlich wenig sinnvoll erscheinende Geschichte, die sich später als Liste der zehn größten deutschen Städte erwies. Der Gedächtnistrainer war dabei die ganze Zeit in Bewegung, bezog nach und nach alle Schüler ein und belohnte jede richtige Antwort mit Gummibärchen. Die Kinder erlebten eine abwechslungsreiche Schulstunde, an deren Ende sie sich vieles sicher leichter merken konnten. Natürlich erhielt jedes Kind eine Urkunde für das erfolgreiche Bestehen des "Merkmeister"-Grundkurses, gemäß Hofmanns Devise: "Ein gutes Gedächtnis gibt Sicherheit, Selbstvertrauen und gute Noten."

Am Vormittag demonstrierte er den Schülern und Schülerinnen von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe und am Abend den Eltern, wie gut das menschliche Gehirn funktionieren kann, wenn gehirngerecht damit gearbeitet wird.

Den ganzen Unterrichtsvormittag durften die Kinder den Merkmeister, eigentlich Diplom-Kaufmann und selbstständiger Unternehmensberater aus Niedernberg, erleben. Er machte klar, wie man sich problemlos und noch dazu mit Spaß vieles merken kann - und vor allem für längere Zeit. Ziel des Vortrages mit den vielen praktischen Beispielen war es, Techniken an die Hand zu geben, die den Schülern das Lernen erleichtern und helfen, das Erlernte auch langfristig zu behalten. Außerdem erklärte Ralf Hofmann den Aufbau und die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns.

Die Eltern erhielten am Abend praktische Tipps, wie sie das häusliche Lernen ihrer Kinder optimal organisieren und ihnen dadurch eine "effektive Lernunterstützung" geben können. Ganz wichtig: Bei den Hausaufgaben dürfen die Mädchen und Jungen nicht durch akustische oder visuelle Einflüsse wie Fernseher, Radio oder Computer abgelenkt werden.